KRITIS-Dachgesetz 2026
10-Punkte-Orientierung für Vorstände und Geschäftsführer
Resilienz wird zur Führungs-, Haftungs- und Reputationsthematik – nicht mehr zur operativen Nebenfrage. Ein kompakter Leitfaden für strategische Entscheidungsträger kritischer Infrastrukturen.
Das KRITIS-Dachgesetz kommt – und verschiebt den Fokus deutlich. Weg von formaler Compliance, hin zu nachweisbarer Resilienz auf Leitungsebene.
Für Vorstände und Geschäftsführer wird Resilienz damit zu einer Führungs-, Haftungs- und Reputationsthematik – nicht mehr zu einer operativen Nebenfrage.
10-Punkte-Orientierungsrahmen
Strategische Leitfragen für die Geschäftsleitung zur Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes
Verantwortung klären
Resilienz ist Vorstands- und Geschäftsführungsaufgabe. Zuständigkeiten, Entscheidungsrechte und Eskalationswege müssen eindeutig geregelt sein – auch für den Krisenfall.
Kritische Funktionen identifizieren
Nicht alles ist gleich wichtig. Entscheidend ist, welche Funktionen den gesellschaftlichen Auftrag sichern – auch unter Extrembedingungen.
Bedrohungen realistisch bewerten
Gefährdungen sind nicht abstrakt: Sabotage, Innentäter, hybride Bedrohungen, geopolitische Effekte. Bewertung muss szenariobasiert und entscheidungsrelevant sein.
Schutzbedarfe priorisieren
Budgets sind begrenzt. Priorisierung ist eine Führungsentscheidung – nicht allein eine technische. Ressourcen müssen strategisch dorthin fließen, wo der größte Schaden droht.
Abhängigkeiten verstehen
Lieferketten, Dienstleister, IT-Services, Energie, Personal: Kritische Abhängigkeiten liegen oft außerhalb der eigenen Organisation. Ein Ausfall dieser Faktoren kann trotzdem Ihre Verantwortung werden.
Physische Sicherheit risikobasiert ausrichten
Standards reichen nicht aus. Schutzmaßnahmen müssen konkret auf Bedrohungsszenarien ausgerichtet sein – nachvollziehbar und verteidigungsfähig.
Entscheidungs- und Reaktionsfähigkeit sicherstellen
Im Krisenfall zählt Führung: klare Rollen, schnelle Entscheidungen, geübte Abläufe. Die erste halbe Stunde entscheidet oft über den weiteren Verlauf.
Nachweis- und Prüfungsfähigkeit herstellen
Resilienz muss erklärt, begründet und gegenüber Behörden, Prüfern und Öffentlichkeit vertreten werden können. Dokumentation wird zum Haftungsschutz.
Kontinuierlich verbessern
Resilienz ist kein Projekt mit Enddatum. Sie erfordert regelmäßige Bewertung durch die Unternehmensleitung – nicht nur anlassbezogen nach Vorfällen.
Resilienz messbar machen
Ohne Kennzahlen keine Steuerung. Messbarkeit schafft Transparenz, Vergleichbarkeit und Vertrauen. KPIs müssen objektiv, nachvollziehbar und aussagekräftig sein.
Das KRITIS-Dachgesetz in Zahlen
Betroffene Sektoren
Regulierte Unternehmen
Inkrafttreten
Meldepflicht bei Vorfällen
Betroffene Sektoren
Das KRITIS-Dachgesetz fasst erstmalig folgende 10 Sektoren unter einem einheitlichen Regelwerk zusammen
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